Brückner Christine - Poenichen-Trilogie Band 2 - Nirgendwo ist Poenichen

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Brückner Christine - Poenichen-Trilogie Band 2 - Nirgendwo ist Poenichen

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Kategorie: Brückner Christine

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BESCHREIBUNG:

Pappeinband ; Richarz Verlag ; Reihe leichter lesen - Bücher in Großdruck Band 159 ; 1981 ; 317 Seiten ; 24,5 cm x 16,5 cm

guter Zustand (leicht vergilbt) (Buch stammt aus einer Büchereiauflösung und ist daher innen gestempelt und auf dem Buchrücken beklebt)

 

"Wer kein Zuhause mehr hat, kann überall hin", erklärte Maximiliane von Quindt aus Poenichen in Hinterpommern und macht sich 1945 mit ihren Kindern auf den Weg in den Westen, ohne hier seßhaft zu werden. Sie weigert sich, irgendwo neue Wurzeln zu schlagen und zieht mit ihren fünf Kindern nach Kalifornien. Die Jahre vergehen. Um ihre erwachsenen Kinder zu besuchen, muß sie den Globus zur Orientierung nehmen. Die Quindts, jahrhundertelang auf Poenichen seßhaft, haben sich in alle Winde verstreut. Fast sechzigjährig reist Maximiliane ins jetzt polnische Pommern, sitzt im Dickicht des verwilderten Parks auf einem Säulenstumpf und "vollzieht nachträglich ihrerseits die Unterzeichnung der Polenverträge". Wenn sie zurückkehrt, wird auch sie seßhaft werden wie die anderen. Auch durch dieses Buch weht jener Mischgeruch von "Jauche und Levkojen", der dem ersten der Poenichen-Romane den Titel gab.

 

was Leser über dieses Buch schreiben:
Der zweite Teil der Poenichen-Trilogie beginnt im Herbst 1945 und endet irgendwann Ende der 70er Jahre.
Am Anfang steht das Ankommen als Flüchtling im Westen auf der Familienburg "Eyckel". Am Ende dieses Buches steht der erste Besuch der alten Heimat "Po morje" (wendisch "vorm Meer") - Pommern - Pomorze.
Angekommen in Poenichen bleibt Maximiliane zwei Stunden - und die Feststellung, dass sich hier nicht nur der Ortsname geändert hat. Peniczyn ist nicht mehr die Heimat Poenichen. Jetzt leben hier andere Menschen. Nichts bleibt wie es war. Auch das Herrenhaus der von Quindts ist wieder zu Staub geworden, nur einzelne Stücke der fünf markanten Säulen ragen noch als Fundstücke aus dem Dornengestrüpp.
Die Erkenntnis wächst: Heimat, das ist dort, wo man lebt.
Dazwischen nimmt Christine Brückner ihre Leser mit auf verschiedenen Lebensetappen einer Baronin von Quindt, die versucht, sich und ihre fünf Kinder durch die Wirren des Nachkriegs zu bringen. Ihr Motto: Wer kein Zuhause hat, kann überall hin.
In diesen Jahren wird das Wenige, das auf dem Treck an Besitz noch mitgenommen werden konnte, nach und nach veräußert. Auch die inzwischen baufällige Familienburg wird verkauft: "Man muss Ballast abwerfen".
"Kommt!" und "Lauft!", das waren die entscheidenden Worte der Mutter zu ihren Kindern auf Flucht nach Westen. Inzwischen sind die Kinder groß geworden. Doch wenn sie auch auf eigenen Beinen stehen, bleibt die Familienbande eng. Und jeder trägt weiterhin sein "Päckchen": Joachim - der Dichter, Edda - das Kuckucksei, Viktoria - die Gläserne, Golo - der Ungestüme und Mirka, das Kasachenkind.
Fazit: Der zweite Teil der Saga einer pommerschen Flüchtlingsfamilie, ganz in der schriftstellerischen Tradition eines Theodor Fontane, ist ebenfalls lesenswert.


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