Dürrenmatt Friedrich - Grieche sucht Griechin
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ArtikelNr.: 00949 Preis auf Anfrage momentan nicht verfügbar!Kategorie: Dürrenmatt Friedrich
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Taschenbuch ; Ullstein Verlag Nr. 199 ; 1959 ; 1.Auflage ; 149 Seiten Eine Prosakomödie Nur ein Meister wie Dürenmatt kann einen Roman schreiben über einen kleinen Büroangestellten, der über Nacht reich und angesehen wird, ohne daß dieser zu einer plumpen komischen Figur wird. Arnolph Archilochos ist ein rundlicher Unterbuchhalter in mittleren Jahren, dessen Leben sich aufteilt zwischen seiner Arbeit in der Geburtszangenabteilung der Maschinenfabrik Petit-Paysan A.G. und seiner Hingabe an die "Altneupresbyterianer", eine vielleicht etwas ausgefallene und unklare Sekte, aus Amerika importiert. Die berühmte Dürenmattsche Ironie ist überall zu finden, sei es, daß der Bischof versichert, in dieser Zeit der Bohemiens 'schließen eine anständige Mode und Christentum einander keineswegs aus', sei es, daß der Waffenfabrikant sich freut, als er entdeckt, daß seine Firma auch Geburtszangen herstellt: 'Ein gewisses Gleichgewicht muß eben bestehen, auch wenn nicht alles rentiert. Weil er wohl selber das betrübliche Schicksal als unbillig empfand, das den armen Unterbuchhalter Arnolph Archilochos seiner gesuchten Griechin, kaum dass er sie gefunden, wieder verlustig gehen ließ, hat der sonst so unbarmherzige Zeitdiagnostiker Dürrenmatt dieser hinreissenden Prosakomödie ein versöhnliches Ende angehängt. Ganz recht, angehängt: Denn Schluss ist eigentlich schon vorher. Und wen nimmt es wunder, dass Dürrenmatt sich nicht versagen kann, dieses Happy-End als ein ausschließlich für den Bedarf der Leibüchereien erfundenes zu bezeichnen? Will er - und das gelingt ihm zweifellos - sich und uns doch einen Spaß machen und ihn nur denen, die sich an Verlogenem so gern erbauen, gründlich versalzen...
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