Frisch Max - Homo Faber

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Kategorie: Frisch Max

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BESCHREIBUNG:

Taschenbuch ; Rowohlt Verlag ; rororo Nr. 1197 ; 1971 ; 7. Auflage ; 150 Seiten ; 19,0 cm x 11,5 cm

gebrauchter Zustand (vergilbt, Einband teils vergilbt und leichten Gebrauchsspuren)

 

In diesem Roman gibt Max Frisch eine Zeitspanne aus dem Leben Walter Fabers, eines Technikers der UNESCO, in Form eines scheinbar nüchternen Berichtes wieder. Aus dem Aufbau des Romans ist eine strenge Chronologie ersichtlich, die allerdings von Rückblenden, Vorausdeutungen und Rechtfertigungsversuchen Fabers immer wieder unterbrochen ist. Für Walter Faber gelten nur die Mathematik und die Wissenschaft, die Mystik findet keinen Platz in seinem Denken. Irrationale Empfindungen und Sentimentalität lassen sich nämlich nicht mit Technik und Statistiken ausdrücken.
Faber war 20 Jahre zuvor mit einer Halbjüdin namens Hanna zusammen. Sie trennten sich jedoch auf ihren Wunsch, da sie von Faber enttäuscht war. Sein rationales Denken verunmöglichte in ihren Augen eine echte Beziehung, auch zum ungeborenen Kind. Auf Grund seiner Arbeit ist Faber heute - er ist unterdessen 50 Jahre alt -- viel unterwegs. Auf einer Schiffsreise begegnet er dann der 20-jährigen Sabeth. Aus dieser Begegnung entwickelt sich etwas Sonderbares. Faber begleitet das Mädchen auf ihrer Reise durch Europa zurück zu ihrer Mutter nach Athen. In Athen muss er feststellen, dass Sabeth, die auf der Reise seine Geliebte geworden ist, seine und Hannas Tochter ist. Schon früher gab es Anzeichen dafür, die Faber sich jedoch so zurechtlegte, bis sie zeitlich (Zeitpunkt der Trennung von Hanna und der Geburt Sabeths) unmöglich stimmen konnten. Er ging den Problemen und Konsequenzen aus dem Weg. Doch das Wegschauen brachte ihn nicht weiter, denn die Realität holt ihn in Athen ein, tragische Momente folgen.
Das Buch besteht aus zwei Teilen: dem Bericht über die Ereignisse in Ich-Erzählform und einem Kommentar, später einem Tagebuch. Der Kommentar dient Faber dazu sich vor sich selbst zu rechtfertigen. Erst in Teilen des Tagebuchs setzt er sich ehrlich mit sich auseinander.
Die Sätze sind kurz, präzise und rational. Man kann sagen, dass die Sprache des Buches der Walter Fabers, des Technikers, entspricht.

 

Über den Autor:
Max Frisch, am 15. Mai 1911 in Zürich geboren, starb dort am 4. April 1991. Sein Werk wurde vielfach ausgezeichnet.


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