Frisch Max - Montauk
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ArtikelNr.: 04397 Preis auf Anfrage momentan nicht verfügbar!Kategorie: Frisch Max
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gebunden ohne Schutzumschlag ; Suhrkamp Verlag ; 1975 ; 51.-75. Tausend ; 206 Seiten ; Montauk ist ein indianischer Name, er bezeichnet die nördliche Spitze von Long Island, hundertzehn Meilen von Manhattan entfernt; dort findet das Wochenende statt, das erzählt wird. »In Montauk heißt es: 'Ich möchte dieses Wochenende beschreiben können, ohne etwas zu erfinden, diese dünne Gegenwart...' Der Erzähler ist entschlossen, das Wochenende 'autobiographisch' zu beschreiben: 'Ohne Personnagen zu erfinden, ohne Ereignisse zu erfinden, die exemplarischer sind als seine Wirklichkeit; ohne auszuweichen in Erfindungen.' Der große Fabulierer, der Meister der Parabel, bekennt: 'Er möchte bloß erzählen...: sein Leben.' Nie hat er knapper und karger und zugleich präziser und prägnanter, nie anschaulicher und anregender geschrieben. Montauk ist eine poetische Bilanz: ein Buch der Liebe, geschrieben von einem Dichter der Angst.« Marcel Reich-Ranicki Montauk: das Städtchen liegt ganz am Ende der langen Halbinsel Long Island. Zu verfehlen ist der Ort kaum: Von New York aus fährt man zunächst auf dem Long Island Expressway bis zum ?Exit 70?, dann die Route 27, den Sunrise Highway, immer geradeaus, auf einer großen vierspurigen Straße, die sich von einer Autobahn nur darin unterscheidet, daß gelegentlich Kreuzungen mit Ampelanlagen zum Halten zwingen. Die Indianer sind zuerst da gewesen: die Montauketts, nach denen der Ort seinen Namen hat. Schon vor mehr als 4000 Jahren sollen sie dort gelebt haben, ganz genau weiß das keiner. Es muss ein freundlicher Stamm gewesen sein, der den ersten weißen Mann, einen Holländer, gewähren ließ, der 1614 seinen Fuß an Land setzte. Erst Mitte des folgenden Jahrhunderts wurde hier ein Haus gebaut. Heute gehört Montauk zu East Hampton, einem jener schönen, etwas mondänen Orte längs des Weges, in denen viele Reiselustige aus New York schon hängen bleiben. Montauk als Stadt lohnt auch kaum den Besuch: eine amerikanische Kleinstadt wie viele andere, gut dreitausend Einwohner. In der Erzählung spielt der Ort eigentlich keine besondere Rolle. Ein zufälliger Ort: eine Empfehlung der jungen Frau, die den Autor im Auftrag seines amerikanischen Verlags während des Amerikabesuchs zu begleiten hatte, und sein Vorschlag, dort mit ihm sein letztes Wochenende zu verbringen, am 11./12. Mai 1974. Da waren sie schon ein Paar.
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