gebunden mit Schutzumschlag ; Deutscher Bücherbund
; 1977 ; 743 Seiten ; 22,2 cm x 14,2 cm
guter Zustand (leicht vergilbt)
Diese einzigartige Familiensaga der schwarzen
Amerikaner - die Geschichte von Kunta Kinte, der als Sklave aus Afrika
verschleppt wurde, und den sechs nachfolgenden afro-amerikanischen Generationen
- ging als Buch und Fernsehfilm um die ganze Welt. Doch "Roots" (Wurzeln) - das
ist inzwischen mehr als ein Bestseller. Der Roman wurde zum Inbegriff eines
Mythos. "Seit "Onkel Toms Hütte" hat kein Buch über die Sklaverei in Amerika
solches Aufsehen erregt und so viele Diskussionen ausgelöst wie "Roots"."
(Münchner Merkur) Begonnen hatte alles mit den Geschichten, die Großmutter
Cynthia dem kleinen Alex Haley in Henning, Tennessee, erzählte, von ihren
Großeltern und deren Großeltern - und noch weiter zurück bis hin zu jenem Mann
am Anfang der amerikanischen Überlieferung, den man in der Familie nur den
"Afrikaner" nannte. Von jenseits des Ozeans stamme er her, aus einem
afrikanischen Dorf unweit eines Flusses namens "Kamby Bolongo", und als er eines
Tages auf der Suche gewesen sei nach einem geeigneten Stück Holz für seine
Trommel, da hätten ihn vier Männer überfallen, in Ketten gelegt und auf ein für
die amerikanischen Kolonien bestimmtes Sklavenschiff verschleppt. Diese
Erzählungen haben Alex Haley nie losgelassen, und viele Jahre später, nun schon
ein renommierter Schriftsteller, begann er, der Sache mit dem Urvater
nachzugehen in einer mühsamen und zeitraubenden Suche nach Beweisen für die
Erzählungen seiner Großmutter. Nach zwölf Jahren endlich und vielen Reisen in
das Gebiet am Gambia-Fluß gelang es ihm, den "Afrikaner" - Kunta Kinte - zu
identifizieren und den Ursprung seiner Familie zu finden. Juffure heißt das Dorf
im westafrikanischen Gambia, aus dem im Jahre 1767 der siebzehnjährige Kunta auf
der "Lord Ligonier" nach Maryland verschleppt und dort an einen
Plantagenbesitzer aus Virginia verkauft worden war. Indem Alex Haley als
erster schwarzer amerikanischer Schriftsteller seine Abstammung bis zu den
Wurzeln zurückverfolgt, erzählt er zugleich den 25 Millionen schwarzer
Amerikaner die Geschichte ihrer Herkunft. Ihnen gibt er mit seinem Buch ihre
Identität wieder, und uns allen schlägt er eines der düstersten und
dramatischsten Kapitel der Menschheitsgeschichte auf.
Über den Autor: Haley, Alex afroamerikan.
Schriftsteller und Journalist *11.8.1922 Ithaca (New York) ?10.2.1992 Seattle
(Washington) Wurzeln, 1976 Alex Haley war kein Schriftsteller der literarischen
Innovation. Seine Bedeutung für die schwarze Literatur liegt in der positiven
Neubewertung der afrikanischen Ursprünge der afro-amerikanischen Volkskultur und
Geschichte. Als Sohn von Akademikern im Süden aufgewachsen, diente Haley ab 1939
rund 20 Jahre in der US-Küstenwache, begann Kurzgeschichten zu schreiben und
wurde Marinejournalist. Ab 1959 veröffentlichte er u.a. in Reader's Digest,
Playboy und der Evening Standard Post. Nach Interviews mit dem schwarzen
Bürgerrechtler Malcolm X (eigtl. Malcolm Little, 1925 bis 1965) erhielt Haley
den Auftrag, dessen Lebensgeschichte zu schreiben (Der schwarze Tribun, 1965).
Angeregt durch Familienerzählungen, verfolgte Haley anschließend die Geschichte
seiner Vorfahren bis zu ihren afrikanischen Ursprüngen zurück und
veröffentlichte die Ergebnisse dieser Forschung 1976 in der Familiensaga
Wurzeln
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