Lenz Siegfried - So zärtlich war Suleyken

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Lenz Siegfried - So zärtlich war Suleyken

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Kategorie: Erzählungen

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BESCHREIBUNG:

Taschenbuch ; Fischer Verlag Bd. 312 ; 1974 ; 23.Auflage ; 117 Seiten ; 18,0 cm x 10,5 cm

guter Zustand (vergilbt)

Masurische Geschichten

Mit einer beinahe vergessen Art und Weise des betont epischen Erzählens präsentiert Siegfried Lenz seine Hommage an seine Heimat Masuren. Schlichte und schöne Pointen lassen den Leser desöfteren mehr als schmunzeln.
Völlig zurecht begründete Lenz auf diesen unheimlich einfühlsamen und wohltuenden Kurzgeschichten seinen schriftstellerischen Ruhm!

Mit seinen 20 Geschichten und Skizzen setzt Lenz der Landschaft und ihren Menschen nicht nur ein literarisches Denkmal, es sind bei aller Leichtigkeit tiefsinnige >>Erkundungen der masurischen Seele<<. Der miterlebende Erzähler, dessen Sprachstil geschickt Naivität vortäuscht, trifft damit den Ton seiner Helden, jener Charaktere, die in erfrischend unintellektueller Nachdenklichkeit über die elementaren Dinge des Lebens sinnieren. Man könne sich nicht mit großen Namen brüsten und da der Landstrich, resümiert der Autor, >>im Rücken der Geschichte lag<<, schöpfen die Erzählungen ihren Charme aus der Originalität und jener >>unterschwelligen Intelligenz<< des masurischen Menschenschlags, mit einer >>Seele, zu deren Eigenarten blitzhafte Schläue gehörte und schwerfällige Tücke, tapsige Zärtlichkeit und eine rührende Geduld<<. So stellt Lenz Figuren vom Schlag eines Hamilkar Schaß dar, dem Großvater des Ich-Erzählers. Schaß, erst seit kurzem des Lesens kundig, kann nichts von der Lektüre abhalten, weder Krieg noch akute Lebensgefahr. Stanislaw Griegull, ein von plötzlichem Reichtum geschlagener Mann, liefert sich ein höchst absurdes Duell in puncto Geduld. Eine weiteres Unikum ist der schöne Alec, der angesichts einer drängenden Schuldnerschar dem angekündigten Ableben seines Erbonkels Manoah entgegenfiebert. Lenz schildert Menschen, die einem Ereignis wie die Jungfernfahrt der Kleinbahn Popp misstrauisch gegenüberstehen. Die Dorfbewohner von Suleyken sind der Überzeugung, technischen Fortschritt nicht zu benötigen.


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