von Doderer Heimito - Unter schwarzen Sternen
|
|
ArtikelNr.: 04356 Unser Preis: 9,99 € inkl. 0% USt., zzgl. Versand knapper Lagerbestand!Kategorie: von Doderer Heimito
|
|
Taschenbuch ; dtv Band 889 ; 1973 ; 152 Seiten ; gebrauchter Zustand (Einband und innen vergilbt,Folie vom Einband löst sich)
Eine Episode aus dem Jahre 1943 in Wien, der >Tod einer Dame im Sommer<, ein nächtlicher Spektakel in einem anständigen Wohnhaus, ein ritterlicher Drachenkampf, eine Verführung und schließlich Variationen über eine Gespenstergeschichte von Johann Peter Hebel bieten Einblick in die Formkunst dieses österreichischen Erzählers, dessen große Romane zum klassischen Bestand der Moderne gehören. »Variationen« und »Divertimenti« nennt Doderer seine Erzählungen, die mit prallem Leben gefüllt sind. Der Genauigkeit bei der Wahrnehmung des Wirklichen steht die Freude an der grotesken Erfindung und der barocken Beschreibung des Exzessiven gegenüber. Fast immer herrschen ein lässiger Plauderton und eine besondere Form des schwarzen Humors. Doderer fügt jedoch dem Leben nichts hinzu, er erfindet nichts, was nicht vorhanden wäre. »Nicht der ist der wahre Erzähler, der erfindungsreicher ist als das Leben, sondern der besser darin zu lesen versteht.« Günther Blöcker In diesen Erzählungen aus drei Jahrzehnten vermag es Doderer ein weiteres Mal zu beweisen, dass er auch in seinen kurzen Prosastücken mit Sprachgewalt und Erzählgeschick begeistern kann. Dabei nimmt er sich völlig verschiedener Themen an, die von einem Flüchtlingsschicksal während des zweiten Weltkriegs, über eine Junggesellennarretei bis hin zu einer fiktiven Rittergeschichte reichen und mit einem Variationenspektrum einer Geschichte von Hebbel abschließen. Diese letzten sieben Variationen einer bereits vorhandenen Geschichte überzeugen den Leser von der literarischen Qualität Doderers, die von Perspektiven- und Erzählerwechsel bis hin zur völligen Verfremdung der Charaktere und des Stils reichen. Und neben all diesen literaturspezifischen Aspekten ist es immer ein Vergnügen die Erzählungen zu lesen und ob de, Sprachvermögen Doderers immer wieder zu erstaunen. Über den Autor: Heimito von Doderer wurde 1896 als Sohn eines Architekten in Weidlingau hei Wien geboren. 1916 geriet er in russische Gefangenschaft und kehrte, nach einer Flucht durch die Kirgisensteppe, 1920 nach Wien zurück. Er studierte Geschichte und veröffentlichte 1923 seinen ersten Gedichtband, 1930 seinen ersten Roman, >Das Geheimnis des Reichs<. Nach der Veröffentlichung seiner Hauptwerke >Die Strudlhofstiege< (1951, dtv-Bände (377/378) und >Die Dämonen< (1956) gilt Doderer, in der Nachfolge von Broch und Musil, als einer der bedeutendsten österreichischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Die Struktur seiner Romane ist von barocker Fülle und Vielschichtigkeit; kunstvoll wird sie unterstützt durch die simultane epische Konstruktion. Im Dezember 1966 ist Doderer in Wien gestorben. Sein letztes großes Werk, eine Tetralogie, die vier Romane vereinigen sollte, blieb unvollendet. Weitere Werke >Der Fall Gütersloh< (1930), >Ein Mord den jeder begeht< (1938), >Ein Umweg< (1940), >Die erleuchteten Fenster< (1950), >Die Peinigung der Lederbeutelchen< (1959), >Die Merowinger< (1962), >Tangenten. Aus dem Tagebuch eines Schriftstellers< (1964, dtv-Band 520), >Unter schwarzen Sternen< (1966), >Der Grenzwald< (1967), >Frühe Prosa< (1968), >Repertorium< (1969). |



